Thema:
Der Campus West und die Bewohner des Philosophensteigs
Der Bau des Campus West war eine Machtdemonstration der verantwortlichen Gemeindepolitiker und der Investoren. Die Baugesetze des Landes NÖ. und die zuständige Baubehörde schufen die Möglichkeit, diese monströsen Bauten zwischen die alten Häuser zu klotzen.
Während der intensiven Bauphase wurden Beschwerden abgewürgt, da alles rechtlich in Ordnung war. Das verschärfte Verkehrsproblem und die daraus resultierenden Wünsche der Anrainer wurden zuerst von Frau Bgm. Inge Rinke negiert und dann vom Magistratsdirektor abgeschmettert.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt geriet der Glaube an die „Volksvertreter“ ins Wanken.
Die Nichteinladung einiger direkter Anrainer zur gewerbebehördlichen Verhandlung im August 2008 stellte unsere Position als Bewohner der Stadt Krems klar. Nur durch Kenntnis der Gesetze war eine Parteienstellung möglich. Bis Februar 2009 gibt es noch immer keinen Bescheid bezüglich des Offenhaltens der Schanigärten. Da am Philosophensteig in unmittelbarer Nähe (z.B. mittlerer! Abstand zur nächstliegenden Wohnnachbarschaft 28 m) schulpflichtige Kinder wohnen, wäre der Betrieb eines Schanigartens nicht unbedingt gesundheitsfördernd.
Wenn man die Gastgartenverordnung für Krems vom 7.4.2006 durchliest (Schutzzone 100 Meter für Caritaswohnheim und Seniorenheime) fragt man sich, ob Kinder in Krems keine Schutzzone brauchen.
Der Ruf nach einer Stadtentwicklung mit fachlich kompetenten Entscheidungsträgern und der Einbindung von Anrainern in derartige „städtebaulich interessante Projekte, deren positive Auswirkungen über die Stadtgrenzen hinaus in der gesamten Region spürbar sein werden“(Zitat aus dem Kremser Stadtjournal 2/08) wäre wünschenswert und zukunftsweisend. In einigen Regionen Österreichs ist das bereits möglich.
Inge und Franz Zauchinger
