Eskalation bei Bauprojekt Am Steindl/Kraxenweg
Investor brüskiert Anrainer und Behörde
Da staunten die Anrainer des Ensembles „Offiziershäuser“ am Steindl nicht schlecht als Freitag (5.2.2016) früh ohne jede Vorwarnung ein Bagger begann, Büsche, Beete aber auch Kompostanlagen niederzuwalzen, während zwei Mann mit Kettensägen emsig bis zu 70Jahre alte und 5m hohe Bäume im sogenannten „Generationenpark“ fällten.
Dabei musste erst zwei Woche vorher die Bauverhandlung für einen Monsterbau mit 17 Wohnungen im dem bekannten Ensemble „Offiziershäuser“ (mit 5 Häusern von je 3-6 Wohneinheiten) und einer dreifachen (!) Baudichte von der Baubehörde, nach mehr als 10 Einsprüchen unterbrochen werden, weil Pläne fehlerhaft waren, Nachbarhäuser verfälscht dargestellt wurden, Gutachten gefehlt haben und auch keine Lösung für die Verkehrssituation vorhanden ist.
Der rasch verständigten Baupolizei wurde erklärt, man müsse Proben für ein Bodengutachten nehmen. Die Frage warum für drei kleine Löcher auf einer Fläche von 1700m2 90% der Bäume niedergerissen wurden und Gartenmöbel von Anrainern, die mit Zustimmung des Grundeigentümers
seit vielen Jahren dort aufgestellt waren, nicht vorher entfernt werden konnten und im Abfall landeten, wurde nicht beantwortet.
Es ist völlig unverständlich und glücklicherweise in Krems bisher unüblich, dass während eines laufenden amtlichen Genehmigungsprozesses ein Investor Behörden und Anrainer derart brüskiert und vollendete Tatsachen schafft, indem er ohne erteilter Baugenehmigung rodet und planiert.
Zudem widerspricht das beantragte Bauwerk dem Ortsbildcharakter und dem erst im Herbst vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Stadtentwicklungskonzept, das bei Neubauten zumindest 2 Parkplätze pro Wohneinheit vorsieht.
Bekanntlich sollte schon vor 8 Jahren das ganze Areal zugebaut werden. Aber durch die bisher größte Bürgerinitiative in Krems, durch Presse, ORF und Bürgeranwalt wurde 2008, über Vermittlung der damaligen Bürgermeisterin im Gemeinderat eine zweijährige Bausperre erlassen
um vor einer weiteren Verbauung des Steindl einen Bebauungsplan und ein Verkehrskonzept zu erstellen.
Diese Zeit wurde vom Magistrat nicht genutzt und es gibt bis heute kein Konzept. Aber verantwortungsvolle Bürger haben gemeinsam mit dem ursprünglichen Investor das bestehende Ensemble vorbildhaft renoviert und durch Dachbodenausbau neuen Wohnraum für junge Familien
geschaffen.
Anrainer und Wohnungseigentümer sind deshalb aufgebracht, weil Ihnen eine angemessene und das Ensemble erhaltende Verbauung des Restgrundstückes zugesagt wurde und sie einer solchen auch zugestimmt haben.
Jetzt sind Politik und Behörden am Zug um zu zeigen, dass sie sich für eine geordnete, organische Entwicklung unserer Stadt einsetzen.
Die Anrainer werden nach dem „schwarzen Freitag“ alle rechtlichen Mittel ausschöpfen um über Schadenersatzklagen, Gutachten und Rekurse bis zum VwGH das Projekt in der vorgelegten Form zu Fall zu bringen.
Dr. Erhard Prantz, Krems 5.2.2016
2016 02 05 Pressebericht Rodungen 2 06.02.16
„Generationenpark“ Dez. 2015
„Generationenpark“ 26.1.2016 mit ausgestecktem Bauplatz
5.2.2016 Bagger beginnt ein Loch für eine Bodenprobe zu graben
5.2.2016 Bäume werden umgeschnitten, obgleich Bodenproben bereits genommen sind (Löcher vorne Mitte).
5.2.2016 „Generationenpark“ nach der Aktion „Entnahme von 3 Bodenproben“.
Sämtliche Beete, Lauben, Gartenmöbel und Bäume zerstört
5.2.2016 Bewohner versuchen Gartenmöbel, Beetbegrenzungen und Pflanzen zu retten.
Die Originale der Fotos werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.






